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 Schwerpunktthema 2019

Sicherheitskultur auf allen ebenen

ITPs 2019

 
Agenda Patientensicherheit

Patientensicherheit geschieht nicht von allein. Patientensicherheit als Fähigkeit, immer neu Verbesserungspotentiale zu erkennen und zu nutzen, bedarf des täglichen kontinuierlichen Engagements aller Beteiligten im Gesundheitswesen.

 

Mit anderen Worten: Es geht um Sicherheitskultur auf allen Ebenen von Organisationen im Gesundheitswesen.

 

Die Agenda Patientensicherheit soll umgesetzt, nicht nur als Add-on für die Einrichtungen des Gesundheitswesens verstanden, sondern mit Leben gefüllt werden. Um dieses Ziel zu erreichen, brauchen wir die Beteiligung vieler Akteure und konkrete Vorschläge. Aus diesem Grunde haben wir auch den Internationalen Tag der Patientensicherheit 2019 unter das Motto „Sicherheitskultur auf allen Ebenen“ gestellt.

 

Der Ethikrat hat in seinem vielbeachteten Statement zum Patientenwohl als ethischem Maßstab im Krankenhaus den Begriff der selbstbestimmungsermächtigenden Sorge geprägt. Dies gilt auch für die Patientensicherheit: Patienten und ihre Angehörigen müssen mit allen Mitteln in die Lage versetzt werden, zu ihrer eigenen Sicherheit beitragen zu können. Was nicht von der Verpflichtung entbindet, dass die einzelnen Einrichtungen selbst alles ihnen Mögliche für die Patientensicherheit tun. Beides gehört zusammen.

 

Wir möchten alle Gesundheitseinrichtungen in Deutschland und weltweit aufrufen, sich rund um den Aktionstag zu beteiligen. Machen Sie mit!

Grundsätzlich sind alle Themen und Projekte zur Patientensicherheit willkommen und können gerne vorgestellt werden.

 

Ziele des Aktionstages

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Der Aktionstag in Deutschland – unsere Ziele und Themen
  • Präsentation wirksamer Lösungsansätze für mehr Qualität und Sicherheit in der medizinischen Versorgung
  • Sensibilisierung der breiten Öffentlichkeit und der Medien zu zentralen Themen rund um Patientensicherheit
  • Vorstellung von Modellprojekten
  • Information zu Aktivitäten in Kliniken, Praxen und Heimen zum Thema Patientensicherheit
  • Wie jeder Einzelne zu seiner Sicherheit als Patient beitragen kann

 

Warum der 17. September als Datum des „Internationalen Tag der Patientensicherheit“?

Das APS und seine Partnerorganisationen möchten langfristig eine Aufnahme in die Liste der internationalen Aktionstage der Vereinten Nationen (UN) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erreichen und damit eine noch breitere Öffentlichkeit zu dem Thema erreichen. Hierzu ist es notwendig den Aktionstag auf ein bestimmtes Datum zu fixieren.

 

Das Bundesgesundheitsministerium hat die Initiative des APS aufgegriffen und auf dem „2nd Global Ministerial Summit on Patient Safety“ im März 2017 in Bonn dafür geworben. Die anwesenden Gesundheitsminister und Delegationen aus mehr als 60 Ländern haben daraufhin beschlossen, bei der WHO den Antrag zu stellen, den 17. September zum „Internationalen Tag der Patientensicherheit“ zu erklären.

 

 

Patientensicherheit

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Im Mittelpunkt jeder qualitätsorientierten Gesundheitsversorgung steht die Sicherheit des Patienten. Unerwünschte Ereignisse, die das ungewollte Ergebnis einer Behandlung sind, gefährden die Patientensicherheit.
Deshalb setzt sich das APS für Strategien zur Vermeidung unerwünschter Ereignisse ein. Viele unerwünschte Ereignisse gehen auf Fehler zurück, die infolge komplexer und arbeitsteiliger Abläufe entstehen. Das wichtigste Instrument zur Verbesserung der Patientensicherheit ist daher das gemeinsame Lernen aus Fehlern.

 

Das APS veröffentlicht die Ergebnisse seiner Projekte und stellt sie allen Einrichtungen und Interessierten im deutschen Gesundheitswesen kostenlos zur Verfügung. Ein wichtiges Praxisinstrument sind die Handlungsempfehlungen. Experten beraten sich in interdisziplinären Arbeitsgruppen und erstellen Anleitungen zur Umsetzung von Sicherheitsstrategien. Begleitdokumente (z. B. Infoflyer, Hintergrundbroschüren) ergänzen die Handlungsempfehlungen.