Der Welttag – Hintergrund & Förderung
Erfahren Sie mehr über das Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS), den Hintergrund des Welttags für Patientensicherheit sowie die Projektförderung durch das Bundesministerium für Gesundheit.
Was ist der Welttag der Patientensicherheit?
Der Welttag der Patientensicherheit ist einer der globalen Gesundheitstage der WHO. Er wurde 2019 von der 72. Weltgesundheitsversammlung auf eine Initiative des Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS) auf den 17. September festgesetzt und wird seitdem jährlich begangen.
Der Welttag der Patientensicherheit ist der Eckpfeiler des Handelns zur Förderung der globalen Gesundheit und Sicherheit. Er ist fest im grundlegenden Prinzip der Medizin verankert – „zuerst keinen Schaden zufügen“. Seine Ziele sind es, das öffentliche Bewusstsein und Engagement zu erhöhen, das globale Verständnis zu verbessern und auf eine globale Solidarität und Aktion der Mitgliedstaaten zur Förderung der Patientensicherheit hinzuwirken.
Schwerpunktthema 2025: „Kinderversorgung“
Kinder sind besonders schutzbedürftig. Das betrifft vor allem ihre medizinische Versorgung. Ihre Sicherheit als Patientinnen und Patienten denken die verantwortlichen Akteure und Entscheider im Gesundheitswesen jedoch noch zu oft aus der Erwachsenenperspektive. Umso erfreulicher ist es, dass das WHO-Motto zum diesjährigen Welttag für Patientensicherheit „Safe care for every newborn and every child“ lautet.
Entsprechend wird das Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS) den Schwerpunkt für seine diesjährige Veranstaltung um den traditionell am 17. September stattfindenden Welttag der Patientensicherheit (WTPS) auf die sichere Versorgung von Kindern legen – unter dem Slogan: „Patientensicherheit von Kind an – eine Investition fürs Leben“.
Kinder sind keine „kleinen Erwachsenen“
Kinder entscheiden nicht selbst, welche medizinische Einrichtung sie aufsuchen oder welche Behandlungsmethode im Fall einer Krankheit angewendet wird. Sie müssen auf die Sorgfalt ihrer Erziehungsberechtigten und des behandelnden und pflegenden medizinischen Personals vertrauen. Gleichzeitig verbieten physische und psychische Besonderheiten von Kindern, in einer im Umgang mit Kindern unerfahrenen Einrichtung behandelt zu werden. Denn Kinder erleben eine Praxis oder Klinik anders als erwachsene Patient:innen und sind nicht immer auf eventuell unangenehm empfundene Behandlungssituationen vorbereitet.
Über Projekte und Initiativen sprechen — Kinder schützen
Anlässlich des diesjährigen Welttages der Patientensicherheit möchten wir als APS daher alle Beteiligten ansprechen und inhaltlich einbinden. Wir möchten Eltern, Pflegende sowie Kinder- und Geburtsmediziner zu Wort kommen lassen. Sie sollen ihre Erfahrungen teilen und darlegen was aus ihrer Sicht auf welchen Gebieten sehr gut, mittelmäßig und weniger gut läuft. Als APS geht es uns aber nicht nur darum, immer wieder auf – die oft gleichen – Defizite im Gesundheitswesen hinzuweisen, sondern auch die überwiegend positiven Aspekte und Erfolge abzubilden und so gezielt systembedingte Schwachstellen und Patientengefährdungen – nicht nur bei Kindern – zu beseitigen.
Symbol des Welttages der Patientensicherheit: Die Sicherheitsnadel und die Farbe Orange
Die APS-Sicherheitsnadel und die Signalfarbe Orange der Patientensicherheit, stehen für das Engagement, Patientensicherheit in Fachwelt und Öffentlichkeit sichtbar zu machen, und rufen zugleich dazu auf, sich aktiv für eine Stärkung der Patientensicherheit einzusetzen.
Jedes Jahr ruft das APS dazu auf, durch Aktionen und Info-Veranstaltungen rund um den Welttag der Patientensicherheit, diesem wichtigen Thema zu mehr Aufmerksamkeit zu verhelfen. Machen Sie mit!
Was ist Patientensicherheit?
Das übergeordnete Ziel der Patientensicherheit ist es, die Qualität der Gesundheitsversorgung zu verbessern und sicherzustellen, dass Patientinnen und Patienten keinen vermeidbaren Schaden durch medizinische Behandlungen erleiden. Hier sind einige wesentliche Elemente der Patientensicherheit:
Fehlervermeidung:
Identifikation und Beseitigung von potenziellen Fehlerquellen in der medizinischen Versorgung, um zum Beispiel eine Fehldiagnose oder Behandlungsfehler, wie Eingriffs-, Patientenverwechslung oder Fehlmedikation, zu vermeiden.
Sicherheitskultur:
Förderung einer offenen und transparenten Kultur innerhalb von Gesundheitseinrichtungen, in der Fehler und Beinahe-Unfälle gemeldet und als Lernmöglichkeiten genutzt werden.
Risikomanagement:
Durchführung systematischer Analysen von Behandlungsprozessen und -ergebnissen, um Risiken zu identifizieren und Maßnahmen zur Risikominimierung zu entwickeln.
Patientenbeteiligung:
Einbeziehung von Patientinnen, Patienten und Angehörigen in Entscheidungsprozesse, um ihre Perspektiven und Erfahrungen zu berücksichtigen und die Sicherheit der Versorgung zu erhöhen.
Fortbildung und Schulung:
Kontinuierliche Weiterbildung und Schulung von Gesundheitspersonal, um deren Bewusstsein für Patientensicherheit zu stärken und ihre Fähigkeiten im Umgang mit Sicherheitsrisiken zu verbessern.
Standardisierung von Verfahren:
Implementierung und Einhaltung von Leitlinien, Protokollen und Standards, die bewährte Praktiken zur Patientensicherheit fördern.
Technologieeinsatz:
Nutzung technologischer Lösungen, wie elektronische Gesundheitsakten und computergestützte Entscheidungsunterstützungssysteme, zur Verringerung von Fehlern und Verbesserung der Patientensicherheit.
Was ist das Aktionsbündnis für Patientensicherheit e.V. (APS)?
Das APS spielt als neutrale und gemeinnützige Organisation eine wichtige Rolle dabei, die Patientensicherheit in Deutschland zu verbessern, indem es Wissen verbreitet, den Dialog fördert und konkrete Maßnahmen zur Fehlervermeidung und Risikominimierung anbietet und unterstützt.
Die Hauptaktivitäten des APS umfassen:
Förderung des Austauschs und der Zusammenarbeit:
Das APS bringt verschiedene Interessengruppen der Gesundheitsbranche zusammen, um Wissen und Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Strategien zur Verbesserung der Patientensicherheit zu entwickeln.
Erarbeitung von Handlungsempfehlungen und Patienteninformationen:
Das APS entwickelt und veröffentlicht Empfehlungen, die Gesundheitseinrichtungen bei der Implementierung sicherheitsrelevanter Maßnahmen unterstützen und die Gesundheitskompetenz von Patientinnen und Patienten stärken sollen.
Aufklärung und Sensibilisierung:
Das APS betreibt Aufklärungsarbeit, um das Bewusstsein für die Bedeutung der Patientensicherheit zu schärfen. Dies geschieht durch Medienpräsenz, Publikationen, Veranstaltungen und Kampagnen.
Forschung und Projekte:
Das APS initiiert und beteiligt sich an Forschungsprojekten und Studien zur Patientensicherheit, um evidenzbasierte Lösungen und Innovationen zu fördern.
Politische Arbeit:
Das APS setzt sich für die Etablierung eines nationalen Never-Event-Registers ein und beteiligt sich mit Stellungnahmen und Anhörungsteilnahme an politischen Gesetzesänderungen.
Weitere Informationen zum Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS) finden Sie auf der Website:
Die Hauptaktivitäten des APS umfassen:
#DeutschlandErkenntSepsis
Die Kampagne des Aktionsbündnis Patientensicherheit und seiner Partner befasst sich mit der Prävention, Erkennung, Behandlung und Nachsorge von Sepsis. Die schnelle und sichere Diagnose einer Sepsis rettet Leben!
deutschland-erkennt-sepsis.de
Stimmen für Patientensicherheit
Patientinnen und Patienten berichten in Videobotschaften über ihre Erfahrungen bezüglich der Patientensicherheit. Die Botschaften sollen Mut machen Vorkommnisse anzusprechen, sich aktiv am Behandlungsprozess zu beteiligen und auf allen Ebenen des Gesundheitssystems für eine starke Sicherheitskultur einzustehen.
stimmen-fuer-patientensicherheit.de
APS-Handlungsempfehlungen und Patienteninformationen
Die Handlungsempfehlungen und Patienteninformationen aus den Arbeitsgruppen des APS stehen gesundheitlichen Einrichtungen und Interessierten kostenfrei zur Verfügung.
aps-ev.de/Handlungsempfehlungen
aps-ev.de/Patienteninformationen
Mitgliedschaft und Spenden
Das Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS) finanziert sich in seiner Kernarbeit aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Derzeit unterstützen ca. 800 Mitglieder das APS. Neue Mitglieder sind herzlich willkommen! Informationen zur Mitgliedschaft finden Sie auf:
https://www.aps-ev.de/mitmachen/mitglied-werden
Gerne können Sie das APS mit einer Spende unterstützen:
Spendenkonto
Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V.
IBAN DE93 3006 0601 0005 5751 11
BIC DAAEDEDDXXX
APO Bank
Projektförderung
Das Bundeministerium für Gesundheit fördert das APS für das Ausrichten und Koordinieren des Welttags der Patientensicherheit in Deutschland.
Förderkennzeichen: Folgt in Kürze
Fördersumme: Folgt in Kürze
Förderzeitraum: Folgt in Kürze
Geförderte Maßnahmen
- 1 Personalstelle (45 %)
- Website tag-der-patientensicherheit.de
- Website patient-safety-day.org
- Öffentlichkeitsarbeit
- Pressearbeit inkl. Pressekonferenz
- Kostenfreie Zurverfügungstellung von digitalen und Print-Materialien an beteiligte Organisationen und
Privatpersonen (Flyer, Social Media-Kits, Handlungsempfehlungen, Patienteninformationen uvw.) - Organisation der zentralen Veranstaltung am 17.09.2024 in Berlin
